Sicher arbeiten mit geliehenem Werkzeug
Stand: November 2026. Diese Seite ist keine Rechtsberatung, sondern eine Hilfe zur Orientierung. Im Zweifel fragt ihr bei eurer Versicherung oder einer Rechtsberatung nach.
Geliehenes Werkzeug kennst du nicht so gut wie dein eigenes. Ein paar Minuten Vorbereitung verhindern die meisten Unfälle.
Vor dem ersten Einschalten
- Einweisung: Lass dir vom Verleiher zeigen, wie das Gerät angeht, ausgeht und eingestellt wird – besonders bei Kettensäge, Trennschleifer, Rüttelplatte oder Bodenfräse.
- Bedienungsanleitung: Frag nach der Anleitung oder such sie beim Hersteller heraus. Dort stehen Schutzausrüstung, zulässige Einsätze und Wartung.
- Sichtprüfung: Kabel, Stecker, Schutzhauben und Griffe müssen heil sein. Beschädigtes Werkzeug benutzt du nicht.
Schutzausrüstung
- Schutzbrille beim Bohren, Schleifen, Sägen und Stemmen.
- Gehörschutz bei lauten Geräten wie Bohrhammer, Kettensäge oder Rüttelplatte.
- Staubmaske beim Schleifen und Trennen von Stein, Beton oder Holz; Absaugung anschließen, wo es geht.
- Für die Kettensäge: Schnittschutzhose, Schnittschutzstiefel, Helm mit Visier und Gehörschutz, Handschuhe. Ohne Erfahrung empfiehlt sich ein Motorsägen-Kurs.
- Sicherheitsschuhe bei schweren Geräten wie Rüttelplatte, Stampfer oder Betonmischer.
Strom und Kraftstoff
- Draußen und auf der Baustelle nur an Steckdosen mit Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) arbeiten.
- Verlängerungskabel ganz abrollen, damit sie nicht heiß werden; Querschnitt passend zur Leistung wählen.
- 400-V-Geräte (Starkstrom) nur an passenden Anschlüssen betreiben; im Zweifel eine Elektrofachkraft fragen.
- Motorgeräte nie in geschlossenen Räumen laufen lassen (Abgase), Tanken nur bei abgestelltem, abgekühltem Motor.
Bei der Arbeit
- Werkstück sichern, sicher stehen, nicht über Kopf überlasten.
- Vor dem Wechseln von Einsätzen Stecker ziehen bzw. Akku entnehmen.
- Kinder und Zuschauer fernhalten.
- Hört sich das Gerät ungewöhnlich an oder wird es heiß: ausschalten und den Verleiher fragen.